Nachhilfe für Grundschüler wird zunehmend ein Thema für viele Eltern – auch in München. Während vor der Pandemie die Anfragen für die Unterstützung von Grundschulkindern sich auf 1 – 2 pro Halbjahr beschränkten, hat sich die Zahl mittlerweile vervielfacht. Die Gründe dafür sind zahlreich.

Nachhilfe für Grundschüler mit Lernschwächen

Grundsätzlich ist erst einmal jedes Kind in der Lage, die Grundschule erfolgreich abzuschließen. Lesen, Schreiben und Rechnen sind Grundkompetenzen, die erlernt werden können und müssen. Es kann jedoch Förderbedarf geben bei Lernhemmnissen wie einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder Dyskalkulie. Dafür ist dann eher ein geeigneter Therapeut oder eine Therapeutin aufzusuchen als ein Nachhilfelehrer. Dieser kann zwar durchaus fachlich unterstützen, muss aber auch ein Bewusstsein für die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes haben. Falls dann auch noch die Chemie zwischen Lehrer und Schüler passt, kann auch hier Nachhilfe für Grundschüler erfolgreich unterstützen, wie das Feedback unserer Eltern in München zeigt.

Vor dem Übertritt an die weiterführende Schule

Sehr viele Eltern wollen, dass ihr Kind nach der Grundschule seinen Bildungsweg am Gymnasium fortsetzt. Und sie können dies auch selbst mitentscheiden. Die entscheidenden Faktoren dafür sind laut Kultusministerium Bayern „Übertrittszeugnis mit Schullaufbahnempfehlung, Möglichkeit zum Besuch des Probeunterrichts an der aufnehmenden Schulart und Elternwille.“ Viele Eltern finden sich dann aber in einer Zwickmühle zwischen zu hohem und zu niedrigem Druck auf ihr Kind wieder, falls die Noten für den Übertritt noch nicht reichen. Um dann die Situation zu entlasten, holen sich manche Eltern für ihr Grundschulkind einen Nachhilfelehrer oder eine Nachhilfelehrerin dazu. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Gesamtsituation in der Familie passt. Das heißt, wenn das Kind ausreichend motiviert ist, die extra Stunden auf sich zu nehmen und nicht noch drei unterschiedliche Sportarten oder Zusatzaufgaben absolvieren muss. Oder wenn das Stresslevel des Kindes altersgerecht angemessen ist. Falls bei mäßigen Noten die Motivation zu niedrig und das Stresslevel zu hoch werden sollte, sollten Eltern noch einmal mit allen Beteiligten über den Bildungsweg nachdenken. Es gibt im bayerischen Bildungssystem oft auch später noch die Möglichkeit in eine andere Schulart zu wechseln.

Als Ersatz für fehlenden Schulunterricht

Manchmal – so passiert während der Pandemie – kann es vorkommen, dass für längere Zeit ganze Fächer ausfallen, auch in der Grundschule. Oder Eltern möchten zusätzliche Fächer buchen, die in der Schule gar nicht angeboten werden – wie Englisch, Deutsch oder Französisch. Auch hier ist zu beachten, dass Input und Beschäftigung gut die Kinder ist, aber keinesfalls sollte die Erholung des Grundschulkindes zu kurz kommen. Dabei gilt – wie oben erwähnt -, dass das Kind Spaß am Unterricht hat oder bekommt. Und, dass der „soziale“ Stress nicht zu groß wird. Dabei ist natürlich jedes Kind anders bzw. individuell einzuschätzen.

Wenn von Seiten des Kindes alles klar ist, muss eine sorgfältige Auswahl beim Nachhilfeunterricht getroffen werden. Die Inhalte sollten sich am Lehrplan des Bundeslandes ausrichten. Und die Didaktik sollte sich am Alter des Schulkindes orientieren, also dementsprechend spielerische Methoden angewendet werden. Bitte beachten Sie, dass ein Nachhilfeunterricht für ein paar Stunden in der Woche niemals in der Gänze den Schulunterricht ersetzen kann. Sollten Sie das erwarten, müssen Sie mit hohen Kosten für den individuellen Unterricht und häufigere Termine rechnen. So ist in diesem Fall Nachhilfe nur sinnvoll, wenn Sie als Eltern sicher sind, dass Sie sich

  1. langfristig mit hohen Kosten verpflichten möchten und
  2. Raum für spielerische Unterrichtsmethoden zulassen können

Wenn das alles passt, Bahn frei für Nachhilfe, die Spaß macht! Auch in der Grundschule!